Geschichte in Prittitz

Ortskern von Prittitz

 

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Einzug von modernen Energieformen in Prittitz


Der Ort Prittitz mit seinen Ortsteilen Plennschütz  und Plotha befindet sich ca. 7 km südwestlich  von
Weissenfels   Sachsen - Anhalt und hat mit einer durchschnittlichen Niederschlagsmenge von 550 mm ein relativ trockenes Inlandsklima.

Der Ort liegt ca. 186 m über dem Meeresspiegel und hat derzeit ca. 1010 Einwohner (Januar 1999)

Mitte des 13. Jahrhunderts gehörte Prittitz dem Nonnenkloster Beuditz an, in dieser Zeit muss Prittitz ein bedeutender Ort gewesen sein, in Aufzeichnungen des Naumburger  Domarchives wird Prittitz sehr oft genannt.

In der südlichen Spitze des Landes Sachsen-Anhalt,  im Dreieck von Zeitz  - Naumburg - Halle hat sich ein teilweise eigener Dialekt ausgebildet, viele Worte kommen aus dem sächsischen Sprachgebiet, es gibt aber auch einige Wörter, die nur in Prittitz und dem näheren Umland gesprochen werden.


Trampeli Orgel in der Prittitzer Kirche

Lange war nicht bekannt, dass sich
in der Prittitzer Kirche eine kulturhistorisch wertvolle Orgel befindet. Vermutungen liegen nahe, dass diese Orgel auf einer älteren aus dem Jahre 1740 - 1750 aufgebaut wurde

Durch Initiative von Herrn Prof. Dr. W. Staudte, einem "alten  Prittitzer", wurde eine Spendenaktion ins Leben gerufen, in deren Rahmen die Orgel im ersten Halbjahr 2000
in Grossolbersdorf - Sachsen restauriert und am 17.06.2000 wieder eingeweiht wurde..

1140 Der Ort Prittitz wird erstmalig urkundlich erwähnt.
1349 Die Pest wütet in Prittitz und fordert viele Opfer
1458 Seit her besteht die Schreibweise des Ortsnamens, wie er heute noch existiert
1508 Die Kirche, ein bis in das 12. Jahrhundert zurückgehende Bauwerk, erhält einen neuen Altar im gotischen Stil, 8 Jahre später wurde die grosse Glocke "Anna" gegossen und eingebaut, sie trägt die Inschrift "Höhret meine Stimme"
1580 Es beginnen die Eintragungen in die Prittitzer Kirchenbücher
1793 Die Kirche erhält eine neue Orgel, der Erbauer ist Trampeli aus Adorf / Vogtland. Er ist nach Gottfried Silbermann ein bedeutender Orgelbauer seiner Zeit und schuf unter anderem die Orgel der Nikolaikirche in Leipzig
1859 Prittitz wird an das Eisenbahnnetz angeschlossen, die Strecke Weissenfels - Zeitz  wird eröffnet.
1878 Die Kirche erhielt eine Turmuhr eines Bernburger Uhrmachers, sie kostete 100 Taler. Der Ort Prittitz  zählte ca.
500 Einwohner.
1909 Der Ort bekommt seine erste Molkerei
1914 Ausbruch des 1. Weltkrieges, der Ort hatte 700 Einwohner

Die Gegend um den Ort Prittitz ist wahrscheinlich ein sehr altes Siedlungsgebiet. Selbst römische Geschichtsschreiber erwähnten seit dem 1. Jahrhundert v.u.Z. die Besiedelung durch germanische Stämme.
1915 Einzug der Technik - der Ort Prittitz erhält seine erste elektrische Strassenbeleuchtung
1945 Am Ende des 2. Weltkrieges hat der Ort durch die Flüchtlingsbewegung  ca. 2000 Einwohner
1963 Die Handballer erringen den grössten Erfolg ihrer Vereinsgeschichte - den Aufstieg in die höchste Spielklasse
der damaligen DDR
1976 Es wüten orkanartige Stürme im Januar, grosse Trockenheit im Sommer und der  17. Juli als wärmster Tag seit 1893
1990 Es ist ein Jahr voller Ereignisse, der 20. Februar, der wärmste seit 100 Jahren,  vier Wahlen, im Juni feiert Prittitz Geburtstag,
vor  850 Jahren wird der Ort erstmalig urkundlich erwähnt, die Währungsunion am 1. Juli und die Feier am 3. Oktober
anlässlich der Wiedervereinigung Deutschlands
1999
2000
Ein neues Jahrtausend sowie Jahrhundert steht vor der Tür, die letzten 10 Jahre haben den Ort total verändert, ein wesentlicher Meilenstein war die Einweihung der neuen Turnhalle im Ortsteil Plotha am 28.08.1999.
Die Jahreswende feiern einige hundert Einwohner gemeinsam mit Gästen aus Nah und Fern, aber auch mit vielen "alten Prittitzern", welche in die Heimat gekommen sind, um mit Bekannten, Freunden und Verwandten das neue Jahrtausend  zu begrüssen.

Kirchturm zu Prittitz

Eine fast 1000 Jahre alte Chorturmkirche im romanische Stil. Geprägt   durch die Verwendung von Steinen ohne einheitliche Abmessungen wurde dieser Baustiel bis zum
12. Jahrhundert praktiziert.


Die Sandsteine wurden in den Vorkommen des
Plennschützer
Grundes gebrochen


Abschliessend ist Dank zu sagen für wichtige Hinweise an Herrn Prof. Dr. W. Staudte,  dem Bürgermeister
Oswald Gering sowie der Chronistin Frau Stickel.
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Weitere und ausführliche Informationen sind erhältlich über den Heimatverein e. V  Frau Ehrhardt.

 

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updated  12.12.2011