Ein Emblem mit Geschichte

Handball
in Prittitz und Weissenfels

Handball Regeln

Im Oktober 1904 trafen sich einige sportinteressierte Männer in der Gaststätte Richard Kabisch in Prittitz, um einen Sportverein zu gründen. Man einigte sich auf den Namen M.T.V ( Männer-Turn-Verein ) und die Farben Rot-Weiss als Vereinsfarben. In den Wintermonaten war das Geräteturnen die dominierende Sportart, in den Sommermonaten die Leichtathletik, von Handball noch keine Spur. Das Vereinsleben kam durch den 1. Weltkrieg weitgehend zum erliegen. Wenige Jahre nach Ende des 1. Weltkrieges versuchten die Menschen den düsteren Kriegsjahren zu entfliehen und die ersten Schritte in eine friedliche Zukunft zu gehen - wir schreiben das Jahr 1925. Die in dieser Zeit bereits bestehende Handballhochburg Mitteldeutschlands, Weissenfels, wurde auch durch Talente aus dem Umland verstärkt, was zu dem Zeitpunkt niemand ahnen konnte, sollte die kleine 1000 Seelengemeinde Prittitz über Jahrzehnte eine bedeutende Rolle im Handballsport Sachsen-Anhalts und darüber hinaus einnehmen.
 
Handballinfo in Sachsen Anhalt gold_but.gif (4602 Byte) Handballchronik Prittitz Mein Prittitz
1904 Gründung des Männer-Turn-Verein Prittitz durch Friedrich Bornschein, Emil Friedrich, Gustav Herzog und Otto Riel in der Gaststätte Kabisch in Prittitz, als Vereinsfahne einigte man sich auf die Farben Rot-Weiss.
1925 Das Vereinsleben nahm nach dem 1. Weltkrieg wieder Gestalt an, die Sektion Handball sollte für viele Jahrzehnte recht erfolgreiche Arbeit leisten. Da Sportstätten nicht existierten, wurde auf Wiesen sowie im Grossgarten des Rittergutes Dippe gespielt
1932 Einweihung des neuen Sportplatzes hinter der Gaststätte Kabisch in Prittitz
1937 Sieger in der Bezirksklasse und Aufstieg in die Gauliga
1938 Teilnahme an einem Städteturnier in Breslau, für das sich 100 Mannschaften beworben hatten. Die Weissenfelser Stadtmannschaft, verstärkte sich mit Prittitzer Spielern wie Martin Böhme und Erich Müller, erkämpfte sich unerwartet
den Einzug in das Finale gegen die Mannschaft von Hamburg. Zur Halbzeit lagen die Weissenfelser vor begeisterten
25.000 Zuschauern mit 8:2 in Führung. Mit 15:5 Toren siegte die Stadtauswahl von Weissenfels über Hamburg und
wird von 40 Deutschen Stadtauswahlmannschaften die beste Deutsche Stadtelf im Jahre 1938.
1939 - 1945 Das gesamte Spielgeschehen kam durch die Kriegsereignisse zu erliegen
1949 8:6 Sieg über Motor Stassfurt und damit Teilnahmeberechtigung an den Landesmeisterschaften von Sachsen-Anhalt
1950 Vizelandesmeister von Sachsen-Anhalt hinter Polizei Magdeburg sowie Teilnahme an der I. DDR Meisterschaft im Hallenhandball in Leipzig
1953 Bezirksmeister und Aufstieg in die DDR Liga Süd und Baubeginn eines grösseren Sportplatzkomplexes in Prittitz
1954 Gründung der BSG Empor Weissenfels
1959 Einweihung der Friedrich Ludwig Jahn Kampfbahn mit Spielplatz für Feldhandball, Aschenlaufbahn, Weitsprunganlage, Kleinfeldplatz u.v.a.m.
1963 Meister in der Liga Süd und damit Aufstieg in die höchste Spielklasse, der DDR Oberliga, es wurden renommierte Mannschaften wie Dynamo Halle, DHFK Leipzig, Motor Eisenach usw. empfangen und 1964 kam der Torschützenkönig der Oberliga mit 118 Toren aus Prittitz, ebenfalls in Folge 1965 mit 125 Toren, es war Armin Kulik.
Prittitz verlor gegen den ASK Berlin nur knapp mit 16:20 vor über 1000 Zuschauern, mehr als Prittitz zu diesem Zeitpunkt Einwohner hatte
1970 Das Ende des Feldhandballs in Deutschland, Österreich und der Schweiz, es fand nur noch Hallenhandball statt, auf Grund mangelnder Trainingsmöglichkeiten begann von da an der Abwärtstrend des über viele Jahre so erfolgreichen Prittitzer Handball
1976 Die BSG Empor Weissenfels belegte nach dem Aus des Feldhandballs in Deutschland, überwiegend sichere Mittelplätze in der Hallenhandball Bezirksliga Halle.
1984 Am Ende dieser Spielperiode belegten die Prittitzer den 4. Platz in der Bezirksliga
1990 Durch die politische Wende in Deutschland, war nun auch das Ende der BSG Empor Weissenfels gekommen, in Prittitz wurde der SKV Prittitz 1925 gegründet. Die Handballer spielten nunmehr in der Verbandsliga Staffel Süd und belegten überwiegend Mittelplätze bis Mitte der 90er Jahre
1995 Es erfolgte der Abstieg in die Bezirksliga, in der die Prittitzer Handballer bis zum heutigen Tage spielen
2001 Die Prittitzer Handballer spielen weiterhin in der Spitzengruppe der Bezirksliga, ein Aufstieg in die Verbandsliga-Süd
ist nicht auszuschliessen und wäre ein dringend notwendiger, aber auch wichtiger Schritt nach vorn.
2006 Die seit 1999 bestehende Spielgemeinschaft, HSG Prittitz-Giekau, in der die Prittitzer Handballer mit Handballfreunden aus dem Nachbarort Gieckau verbunden waren, geht zu Ende, man kam über die Bezirksliga Süd nicht hinaus 
2007 Mit dem TSV 1896 Reichardtswerben wird die SG Saaletal Reichardtswerben-Prittitz gegründet, gespielt wird in der Bezirksliga Süd, Ziel ist der Aufstieg in die Verbandsliga Süd

Eine erfolgreiche Mannschaft 1950

1963, die höchste Spielklasse ist erreicht

Vizelandesmeister Sachsen-Anhalt 1950

Aufstieg in die DDR-Oberliga 1963

von links nach rechts:
Werner Lindner, Walter Jacob, Gerhard Kristalla,
Fritz Kolbmüller, Kurt Kanne, Walter Schubert, Dieter Bernd, Wolfgang Staudte, Kurt Apel
t

stehend von links nach rechts:
Martin Böhme, Franz Patzak, Adolf Mylius, Detlef Voigt
Günter Kuller, Manfred Koberstein, Walter Jacob, Fritz Kahl
sitzend von links nach rechts:
Horst Schlaps, Karl Heinz Jacob, Erwin Schulze
Rolf Jenennchen, Manfred Zirkenbach, Oswald Gering,
Eckehard Schulz

Im Jahre 1999 erfüllte sich ein jahrzehnter langer Wunsch vieler Handballfreunde in Prittitz, der Bau und schliesslich
die Einweihung einer Sporthalle. In der Bauphase spürte man eine lange nicht dagewesene Sportbegeisterung,
diese wurde von ehemaligen Handballfreunden genutzt, um viele Erinnerungen aus 75 Jahren Handballgeschichte
in Prittitz zusammen zu tragen und anlässlich der Einweihung der Prittitzer Sporthalle am 28. August 1999 in Form einer Handballchronik zu veröffentlichen.

Weitere Informationen rund um den Handballsport aber auch der Spielplan der Prittitzer Handballer für die jeweils laufende Saison finden Sie auf der Webseite des Handballverbandes Sachsen-Anhalt oder über den Handballink
auf dieser Seite oben rechts.

Zur aktuellen Situation der ab August 2007 gegründeten SG Saaletal Reichardtswerben-Prittitz  gemeinsam mit dem TSV 1896 Reichardtswerben bekommen Sie Informationen auf deren Webseite www.tsv1896.de  

Zur Prittitzer Handballgeschichte können interessierte Handballfreunde Informationen bekommen, nutzen Sie dazu meine E-Mail-Adresse rojac@t-online.de oder mein Gästebuch

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copyright © by R. Jacob, 1998
updated 12.12.2011